Rantvoll

Zu viele Patienten behandelt? Macht dann bitte 250.000€!

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Zusammen mit unserem zehnten Gast Nils, bekannt aus Gestern Heute Übermorgen und Jules Vernes Erben haben wir uns u.a. aufgeregt über:

Mobilfunkverträge deutscher Anbieter

Es – Kapitel 2

Die merkwürdige Untertitel-Politik von Maxdome

Die Missstände im deutschen Gesundheitssystem


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Kommentare

KingSirus
by KingSirus on 21. September 2019
Zum Thema Arbeits, Arbeitszeit, Vergütung im Gesundheitssektor, möchte ich euch ans Herz legen euch zum 6-Stunden-Tag Experiment in Schweden einzulesen. Hier wurden wohl vor allem im Gesundheitswesen und Sozialsektor versuchsweise allen Mitarbeitern bei gleichbleibendem Gehalt die Stunden auf eine 30-Stunden-Woche gekürzt. Spannend finde ich, wie sich teilweise die Berichte in Details unterscheiden, die Thematik und Idee dahinter aber wohl grundsätzlich gewisse Vorteile bietet. Wenn ebenso Nachteile (die natürlich primär in Kosten durch zusätzliche Einstellungen liegen). Für mich jedenfalls ein Beispiel wie sich in Zukunft die Haltung der Industrie gegenüber Arbeit und Lohn ändern muss. Denn unser Wirtschaftssystem wird sonst über früh oder spät zusammenbrechen, da es nicht mehr so viele Arbeit anbietet, wie Menschen Jobs bräuchten, aber immer mehr Gewinnmaximierung anstrebt, da die Leute weiterhin viel kaufen sollen... Hier noch ein paar Quellen über die ich mich zu dem Thema eingelesen habe. Leider fehlen mir in den Artikel leider etwas die Quellenangaben, um auch weiter nachforschen zu können, wie beispielsweise die teilweise unterschiedlichen Angaben zustande gekommen sind. Dafür ist in der letzten Quelle noch eine interessante Studie zu dem Thema verlinkt (PS: Ich habe auch den Eindruck, dass der TAZ Artikel kürzer ist, als zum Zeitpunkt als ich ihn das letzte Mal gelesen habe. Eventuell ist ein Teil inzwischen hinter einer Payschranke verborgen). https://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-Sechs-Stunden-Arbeitstag-Ein-schwedisches-Experiment-floppt-article19474266.html https://utopia.de/arbeitstag-schweden-sechs-stunden-69820/ https://www.waz.de/wirtschaft/experiment-in-schweden-sind-sechs-stunden-arbeit-genug-id213312493.html https://taz.de/Arbeitszeit-in-Schweden/!5459426/
Dirk
by Dirk on 21. September 2019
Hallo nochmal, habe jetzt den Focus Artikel (der vor allem Bild zitiert) noch dazu gelesen. Mein Verständnis ist, dass die KVS hier nicht kritisiert, dass sie 1700 Patienten behandelt hat, sondern ihr wird nach einer Plausibilitätsprüfung, Betrug unterstellt: Normalerweise schafft eine Arztin 1000 Patienten, doch sie hat 1700 abgerechnet, d.h. sie hat 70% mehr behandelt als andere. Nach Kriterien der KVS ist das nicht plausibel. Es geht also um Abrechnungsbetrug, wenn sie wirklich dies 1700 behandelt hat, dann muss sie auch nichts zurück zahlen. Ob sie wirklich 70% mehr Patienten behandelt hat als die anderen Ärztinn oder nicht, das wird dann am Ende das Gericht beurteilen müssen.
Dirk
by Dirk on 21. September 2019
Hallo, ich verstehe den Rant gegen das Gesundheitssystem sehr und meiner Ansicht nach läuft da auch vieles schief weil falsche Anreize gesetzte werden, das Hauptproblem ist, wie ihr richtigerweise schon gesagt habt, die Kommerzialisierung des Gesundheitswesens. Aber, es wird vieles durcheinander geworfen. Zum einen wird über die kassenärztliche Vereinigung gesprochen und dann von den Krankenkassen gesprochen und dass sie viel Geld anhäufen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind die Standesvertretungen der Ärzte und eher die Gegenspieler der Krankenkassen. Die Krankenkassen zahlen an die Kassenärztlichen Vereinigungen und diese verteilen dann das Geld an ihre Ärzte. Wieviel ein Hausarzt im Gegensatz zu einem Radiologen gekommt obliegt der Selbstverwaltung der Kassenärztlichen Vereinigung. Wenn es da Ungerechtigkeiten gibt, dann ist das nicht das Versäumnis der Krankenkassen sondern der Ärzte selbst. Dass die Krankenkassen auf einem Milliardenberg an Geld sitzen, kann man so allgemein auch nicht stehen lassen. Krankenkassen dürfen nur in begrenztem Masse Rückstellungen anhäufen; sie sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und dürfen an sich keine Gewinne machen und müssen mit den Versichertengeldern sorgesam umgehen. Diese Milliarden an gebunkertem Geld ist ein Mythos. Vielleicht kommt er auch daher, dass sie soviele Rücklagen haben müssen, um 20 Tage ihre Ausgaben zu decken und bei den Beträgen, die durch das System fließen, sind diese Geldberge im Zweifel auch schnell aufgebraucht. Was mir wirklich missfällt sind Aussagen, wie sie bei Euch gefallen sind, dass man ja viel mehr eingezahlt hat, als man bis jetzt heraus bekommen hat. Da geht mir ehrlich gesagt das Messer in der Tasche auf. Im Gegensatz zu privaten Krankenversicherungen arbeiten die gesetzlichen mit einem Umlagesystem, es wird nichts angespart, das Geld was rein kommt geht auch wieder raus. [Private arbeiten da anders, da wird, zumindest in der Theorie, Geld angespart. Da dies aber auch nur Theorie ist, haben die privaten massive Probleme sich zu finanzieren und die Beiträge steigen mit Alter und Krankheit.]. Zum anderen, und das macht die gesetzliche Krankenversicherung so großartig, zahlt jeder anteilig seinen Einkünften ein, egal wie krank oder gesund er ist. Und ausgezahlt wird nach Bedürftigkeit, also wenn man krank ist. Und genau deshalb muss es Menschen geben, die mehr "einzahlen" als sie rausbekommen, damit andere, die teure Medikamete oder Therapien benötigen, diese bekommen und nicht finanziell ruiniert werden. Dass Patienten aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Krankenkassen unterschiedlich Termine bekommen, habe ich noch nie gehört und erlebt und ich war schon bei den verschiedensten Krankenkassen und Ärzten in verschiedenen Bundesländern. Es wird zwischen privat und gesetzlich unterschieden aber zwischen unterschiedlichen aber bei welcher gesetzlichen Krankenversicherung ich bin hat mich noch nie jemand gefragt. Ich verstände auch den Sinn dahinter nicht, denn die Ärzte rechnen nicht mit den Krankenkassen direkt ab sondern immer über die Kassenärztlichen Vereinigung und das ist ein Topf der keine Unterscheidung nach Krankenkassen macht, sondern rein auf der Abrechnungsnummer bassiert. Ich will hier Nils Erfahrung nicht anzweifeln, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies in größerem Ausmaß geschieht. - Was es gibt, sind unterschiedliche Zuzahlungen bei Medikamenten, aber das ist den Ärzten ziemlich egal. Transparenzhinweis: Meine Frau arbeitet bei einer gesetzlichen Krankenkasse und ich selbst habe schon massiv vom Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenkasse profitiert, da ich schon eine schwere teuer Erkrankung hatte und ich zum anderen ein chronische Krankheit habe, die laufend Geld kostet.

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