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Die Rantvoll-Typen-Parade: Netzkultur-Edition

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Kommentare

HörerKopf
by HörerKopf on
Warum reagieren viele genervt auf Hinweise zu nicht-diskriminierender Sprache? Mir fallen 3 Gründe ein. 1 guter und 2i schlechte. Erst ein schlechter: für die meisten ist es unangenehm, kritisiert zu werden, daher reagieren sie abwehrend. Geht mir auch zu oft so. Ist aber falsch. Ich bewundere diejenigen, die bei Kritik nicht reflexartig in trotzige Abwehrhaltung verfallen. Den Punkt habt Ihr auch - in viel fundierterer Weise - selbst angesprochen. Dann der gute (also zumindest ich finde ihn gut): Ich finde es übel, wenn sich manche an einzelnen diskriminierenden Wörtern aufhängen und sich weigern, die Gesamtintention eines Textes oder einer Äußerung zur Kenntnis zu nehmen, die möglicherweise gar nicht diskriminierend ist. Z.B. habe ich von einer Person gelesen, die durch die Kitas zieht und sich gegen Bücher wie Jim Knopf einsetzt, da diese rassistisch seien. Ok, in dem Buch kommt ein oder zweimal das N-Wort vor, aber die Geschichte als rassistisch zu bezeichnen ist einfach aberwitzig. Und dann die Forderung, dass diese Bücher aus den Kitas verschwinden müssen, das macht mich wiederum sauer. Das Buch wurde in einer Zeit geschrieben, in der diese Redeweise sehr verbreitet war. Auch meine Eltern, die nicht sehr gebildet sind, haben es in ganz unschuldiger Absicht verwendet. Jim Knopf ist dennoch ganz klar und zweifelsfrei als anti-rassistisches Buch mit humanistischen Werten intendiert. Soll das nun wegen falscher Wortwahl einfach aus den Kinderzimmern verbannt werden? Ich finde, Kinder müssen nicht in einer sprachlich von allen unschönen oder belasteten Wörtern gereinigten Umgebung aufwachsen, um humanistische Werte zu entwickeln. Ich habe meinen Kindern die Geschichte vorgelesen und dann mit ihnen darüber gesprochen, warum das N-Wort heute als respektlos anzusehen ist. Wörter sind doch keine Viren, mit denen man sich infiziert und krank wird, es kommt auf den Kontext an. Dann noch ein schlechter Grund: leider gibt es auch diejenigen, die schlicht nicht daran interessiert sind, dass Diskriminierung abgebaut wird, weil ihnen die ganze Richtung von zunehmender Liberalisierung, Vielfalt und Gleichstellung nicht passt.

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